Vom Busbetrieb zum Reisedienstleistungs-Unternehmen

Traditions-Familienunternehmen in der 3. Generation


Seit über einem dreiviertel Jahrhundert steht unser Name als Synonym für Reisen. Unsere Busse tragen den Schriftzug Grüninger Gerstetten in alle Länder Europas.

Die Gründer Generation

Reisebüro - Grüninger Im Jahre 1926 wurde die Firma in Gerstetten gegründet. Mit einem vollgummibereiften LKW fing alles an. Christiane und Wilhelm Grüninger erhielten im Mai 1926 die Genehmigung zur Eröffnung des Berufsverkehrs zwischen Gerstetten und Heidenheim übers Sontheimer Wirtshäusle. Dieser wurde morgens und abends mit Holzbänken aufgerüstet und zur Beförderung von Fahrgästen eingesetzt. Die Arbeiter aus Gerstetten schätzten diesen Komfort, denn endlich gehörte die Zeit der mühseligen Radtouren auf kalkiger Landstraße der Vergangenheit an. Daraus wurde im Laufe der Zeit ein moderner Fuhrpark mit 14 Fahrzeugen, der ständig auf dem neuesten technischen Stand gehalten wird. Die gesamte Flotte legt jährlich rund 600.000 km zurück.


Reisebüro - Grüninger Am 1. Mai 1936 fuhr der erste richtige Omnibus von Mercedes mit Kässbohrer-Aufbau. Dieser hatte 32 Sitzplätze und trug bereits den Namen ALBFREUND. Unter diesem Markennamen waren von nun an die Reisebusse aus Gerstetten auf den Straßen Europas unterwegs. Nach dem Krieg musste die Firma neu aufgebaut werden, denn Wilhelm Grüninger, für den später ersatzweise sein Sohn Emil einrückte, wurde samt Fahrzeugen eingezogen. Der ALBFREUND von 1936 wurde nach Kriegsende in der Nähe von Stuttgart, ausgeplündert und ausgeschlachtet wiedergefunden und konnte dank der Restaurierungs-

arbeiten der Gerstetter Handwerker noch für einige Jahre wieder in Dienst gestellt werden.

Das Familienunternehmen in der 3. Generation

Im Jahre 1995 übernahm Ruth Grüninger gemeinsam mit ihrem Ehemann Georg Galster den elterlichen Betrieb. Bereits 1986 hatte man in Heidenheim eine Reisebürofiliale unter dem Namen Hellenstein Reisebüro gegründet. Dieses Standbein in der Touristik entwickelte sich zu einem wichtigen Geschäftszweig.
Heute ist dieses Büro als TUI ReiseCenter Heidenheims erste Adresse für Urlaubsreisen.

Im Jahre 2001 konnte das 75 jährige Firmenjubiläum gefeiert werden. Zum Betrieb gehören heute 25 Mitarbeiter. Im Frühjahr 2000 wurden in Gerstetten neue repräsentative Geschäftsräume in der Wilhelmstraße bezogen und im Sommer 2002 entstand in Heidenheim das vergrößerte und modernisierte TUI ReiseCenter in der Hauptstraße 61.


Reisebüro - Grüninger 2004 feierte das Unternehmen die Eröffnung eines weiteren TUI ReiseCernters in den Schlossarkaden in Heidenheim. Das neue Firmenlogo mit der strahlenden Sonne und der stilisierten Welle führt einen Betrieb mit einem hochmodernen Fuhrpark sowie gut ausgebildeten und hochmotivierten Mitarbeitern ins 21. Jahrhundert.


Neuer Omnibusbetriebshof der Firma Grüninger öffnet seine Pforten am 08.05.2011

Reisebüro - Grüninger Im Westen von Gerstetten hat sich etwas getan: An der Carl-Benz-Straße ist in den letzten 6 Monaten ein neues Omnibuszentrum entstanden. Bei herrlichem Sonnenschein wurde am 5. Oktober 2010 die Baustelle eröffnet.
Das zentrale Verwaltungsgebäude wurde innerhalb weniger Tage hochgemauert.


Schon bald aber meldete sich der strenge Winter zu Wort. Just an dem Tag, als ein Tieflader die 23 Meter lange Montagegrube in einem Stück zur Baustelle brachte, begann es zu schneien. Die tapferen Arbeiter auf der Baustelle mussten dem heftigen Wind und Wetter trotzen. Stück für Stück wurden die Beton- und Stahlstützen mit riesigen Autokränen aufgestellt, das Dach mit einer Spannweite von mehr als 15 Metern daraufgesetzt und die vorgefertigten Wände mit integrierter Dämmung eingebracht. So entstand ein Baukörper von 33 Metern Länge, 31 Metern Breite und 8 Metern Höhe, in dem insgesamt 12 Busse ihren Platz finden.

Der Bau wurde so konzipiert, dass alle Arbeitsabläufe, die in einem Busbetrieb anfallen, arbeitsorganisatorisch optimal aufeinander abgestimmt sind. Busfahrer, die in den Betriebshof einfahren, können Abfall entsorgen, dann tanken (Diesel und Ad-Blu) und schließlich in die vollautomatische Waschanlage einfahren. Alle diese Vorgänge werden durch die hauseigenen EDV freigegeben und dokumentiert. Nach der Fahrzeugwäsche fahren die Fahrer durch die per Funk zu öffnenden Tore in die Halle ein und stellen ihre Busse ab.

Reisebüro - Grüninger Für Wartungs- und Reparaturarbeiten steht eine vollausgestattete Montagegrube zu Verfügung. Die Grube wurde in Memmingen komplett vormontiert und nach Gerstetten gebracht. Sie ist mit einer doppelschaligen Stahlwand versehen und wurde vor Ort mit Beton verfüllt. Sie ist also vollkommen wasserdicht und erfüllt somit alle Anforderungen an Gewässer- und Umweltschutz. In der Grube sind alle notwendigen Arbeitsmittel für fachgerechte Reparaturen wie Grubenheber, die sogar Achsen hochstemmen können, und das ganze Ölmanagement integriert.

Reisebüro - Grüninger Ein Raum für Öle und Fette, dessen Boden als öldichte Betonwanne ausgeführt wurde, und ein Lagerraum für Reifen mit eigener Ablufteinrichtung ergänzen die Einrichtungen. Selbst an einen Raum zur Lagerung von Altbatterien wurde gedacht.

Eine Werkstätte zur Montage von Busreifen ist noch im Entstehen.

Reisebüro - Grüninger Insgesamt wurde sehr auf umweltgerechte Ausstattung des Betriebshofs geachtet. Allein das Wasser-Management spart bis zu 90 % an Verbrauch. Die Waschanlage wird im Kreislauf gefahren. Das Waschwasser bei der Fahrzeugwäsche wird in einem 20.000 Liter Behälter vorgereinigt und wird dann über eine Pumpe durch eine Wiederaufbereitungsanlage, die mit Kies und Sand gefüllt ist und somit selbst kleinste Schmutzpartikel ausfiltert, geführt. Anschließend wird das Wasser mit Luft und Sauerstoff angereichert, bevor es wieder der Buswäsche zugeführt wird. Zwei Waschgänge durch die 3-Bürsten-Portalanlage sorgen für top-saubere Busse. Am Schluss werden die Busse mit weichem Regenwasser besprüht, das über die fast 1000 m² große Dachfläche in zwei Zisternen mit 35.000 Litern Inhalt gesammelt wird.

Ein weiteres Highlight ist der Ölabscheider, der das Öberflächenwasser der Tankstelle und die Ölreste der Waschanlage aufnimmt. Es wurde ein Produkt aus Österreich gewählt, das beste Reinigungsergebnisse mit geringsten Wartungskosten vereint.

Die helle, lichtdurchflutete Halle bietet den Mitarbeitern eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre, die den Job des Busfahrers wesentlich erleichtert.

Neben den technischen Anlagen wurde in moderne Büro- und Sozialräume investiert, die den Fahrern und Angestellten das Arbeiten angenehmer machen. Sogar eine kleine Küche mit Kaffeautomat, ein Schulungs- und Besprechungsraum, Büroräume für Verwaltung und Meister wurden eingerichtet.

Mit einer 85-jährigen Tradition blickt die Firma Grüninger, die in der dritten Generation von Ruth Grüninger geführt wird, in eine spannende Zukunft. Mit dem Bau an der Carl-Benz-Straße ist ein Meilenstein für die nächsten Jahre gesetzt worden.

Reisebüro - Grüninger Das Jahr 2011 markiert die größten Investitionen, die die Fima je getätigt hat.
Mit dem Kauf eines Anhängerzuges ("City Train"), der auf dem neuen Betriebshof präsentiert wird, zeigt das Unternehmen, dass es auch jetzt wieder an der Spitze des Fortschritts im Omnibusgewerbe steht.